Referenz

Universitätsklinikum Bonn

Lösung/Service

  • Server & Storage

Branche

  • Gesundheitswesen

Unternehmensgröße

  • > 5.000 Mitarbeiter

Hersteller

  • HPE

Computing on Demand für das Universitätsklinikum Bonn

 

Hansen & Gieraths ermöglicht schnellere und kosteneffizientere Bereitstellung von Rechenkapazitäten

 

Um jederzeit schnell und flexibel auf den aktuellen Computing-Bedarf seiner Kliniken und Forschungseinrichtungen reagieren zu können, entschied sich das Uniklinikum Bonn für den grundlegenden Umstieg auf ein On-Demand-Modell. In Zusammenarbeit mit Hansen & Gieraths wurden die Server-Kapazitäten der beiden Campus-Rechenzentren auf eine skalierbare On-Premise-Lösung auf Basis der innovativen Composable-Infrastructure-Lösung HPE Synergy umgestellt. Damit folgten die Projektpartner einer Strategie, die sich schon 2016 im Rahmen der gemeinsamen Optimierung der Storage-Infrastruktur des UKB bewährt hatte.


Herausforderungen & Projekterfolge

Projekterfolge

  • Skalierbare On-Premise-Lösungen für Computing stellen (wie schon seit 2016 bei Storage) die zuverlässige Deckung aller Kapazitätsbedarfe sichern
  • Kurzfristige Erweiterungen durch integrierte Kapazitätspuffer
  • Rasche Umsetzung dauerhafter Erweiterungen durch kurze Beschaffungswege und extrem schnelle Serverkonfiguration
  • Stark erhöhte Akzeptanz der zentralen Campus-IT
  • Durchgehend positive Rückmeldungen aus der Praxis in Kliniken und Instituten

Das Bonner Universitätsklinikum (UKB) zählt mit rund 1.300 Betten und über 8.000 Beschäftigte (darunter mehr als 1.000 Ärzte) zu den führenden Krankenhäusern der Maximalversorgung in Deutschland. Seine rund 36 Fachkliniken und 29 Institute sowie vier Tochtergesellschaften versorgen pro Jahr rund 50.000 stationäre Patienten und führen 350.000 ambulante Behandlungen durch und nehmen darüber hinaus auch in der medizinischen Forschung eine internationale Spitzenstellung ein. Dieses hohe Niveau spiegelt sich nicht zuletzt auch in einer konsequenten Digitalisierung von Strukturen und Prozessen, die Jahr für Jahr die Anforderungen an die IT-Infrastruktur des UKB-Campus erhöht. Der flächendeckende Einsatz modernster medizintechnischer Geräte und der sukzessive Umstieg auf einen papierlosen Workflow sorgen für permanent wachsende Datenmengen. Vor allem bildgebende Verfahren werden immer datenintensiver und können den Kapazitätsbedarf sprunghaft ansteigen lassen. Eine langfristige Planung notwendiger Investitionen in die IT-Infrastruktur wird dadurch immer schwieriger. Welche Computing-, Storage- und Netzwerkleistungen in zwei oder vier Jahren benötigt werden, um alle Daten zuverlässig übertragen, speichern und verarbeiten zu können, ist selbst für erfahrene IT-Spezialisten kaum noch zu antizipieren.

 

Für das UKB als selbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts stellt diese Entwicklung eine enorme Herausforderung dar. Investitionen in Infrastrukturerweiterungen sind hier ab einer bestimmten Größenordnung an zeitaufwändige Beschaffungsprozesse gebunden, die eine langfristige Planung voraussetzen – genau diese aber ist mit Blick auf die IT-Infrastruktur mittlerweile nicht mehr zuverlässig zu leisten. Das IT-Team des UKB unter Leitung von  Dieter Padberg, Leiter IT, entschied sich deshalb vor einigen Jahren für einen Strategiewechsel bei der IT-Beschaffung, um IT-Kapazitäten künftig auf der Basis frei verfügbarer Budgetspielräume erweitern zu können.


„Wir versuchten früher zwar, Wachstumsschritte vorauszudenken und die Datenmengen- und Workload-Anforderungen abzudecken. Doch das war angesichts des Wachstums der Digitalisierung und immer komplexerer Anwendungen nicht immer möglich.“

Dieter Padberg, CIO, Universitätsklinikum Bonn

Bedarfsbedingter Strategiewechsel – von Capex zu Opex

 

Kern der neuen Strategie war die Verlagerung von Capex auf Opex, also der Wechsel von einem investitions- zu einem betriebskostenorientierten Lösungsansatz. Statt auf unsicherer Planungsbasis und mit langer Vorlaufzeit in eigene Infrastrukturen investieren zu müssen, wollte das IT-Team auf ein flexibles On-Demand-Modell setzen. Dieses Modell sollte dabei die datenschutzrechtliche Sicherheit einer On-Premise-Lösung mit einer technischen und finanziellen Skalierbarkeit verbinden, wie sie meist nur Cloudlösungen bieten können: Hard- und Software sollten gemäß der tatsächlichen Bedarfslage für einen monatlichen Fixbetrag bereitgestellt werden und jederzeit kurzfristig und granular erweiterbar sein. Steigerungen der laufenden Kosten sollten sich dabei am Umfang der punktuellen Erweiterungsschritte orientieren und so stets innerhalb des frei verfügbaren Budgetrahmens bleiben. Mit dieser Optimierung des Erweiterungsprozesses wollten Padberg und sein Team zugleich auch erreichen, dass sich die IT des UKB in den beiden bestehenden redundanten Rechenzentren (N+N-Redundanz) des Campus konzentrierte und in den Kliniken und Forschungsinstituten keine parallelen Schatten-IT-Infrastrukturen mehr entstanden. Solche Infrastrukturen hatten sich in der Vergangenheit wiederholt dort ausgebreitet, wo die Campus-Rechenzentren benötigte Neukapazitäten nicht schnell genug bereitstellen konnten.

 

Einstieg in die Umsetzung mit neuer Storage-Lösung

 

Erster Schritt in der Umsetzung dieser neuen Strategie war der Austausch der bestehenden Storage-Lösung. In Zusammenarbeit mit dem langjährigen UKB Systemhauspartner Hansen & Gieraths wurde der Markt gezielt sondiert und schließlich 2016 in beiden Rechenzentren jeweils ein hochperformantes HPE 3PAR StoreServ All-Flash-Datenspeichersystem von Hewlett Packard Enterprise installiert. Nutzung und Abrechnung erfolgen auf Basis des On-Premise-Modells HPE GreenLake Flex Capacity, das die Bereitstellung von Hardware, Software und Services umfasst. Die Speichersysteme sind entlang des aktuellen Bedarfs dimensioniert und zudem mit einem Kapazitätspuffer ausgestattet, der bei Bedarfsspitzen aktiviert und anschließend auch wieder deaktiviert werden kann. Der Zugriff auf diesen Puffer wird durch ein begleitendes Monitoring dokumentiert und bei der nachfolgenden Abrechnung berücksichtigt. Eine dauerhafte Erweiterung der Speicherkapazität wird gegebenenfalls durch zusätzliche Flash-Einheiten realisiert, die kurzfristig per Bestellung angefordert werden können. Die Abrechnung erfolgt monatlich anhand der tatsächlichen Nutzung von Basis- und Pufferkapazitäten.


„Wir investieren nicht mehr in Plattenplatz, der bei uns brachliegt, sondern wir können immer genau das abrufen, was wir hier benötigen. So fahren wir günstiger als mit dem Invest-Modell.“

Dieter Padberg, CIO, Universitätsklinikum Bonn

Ausdehnung auf Computing-Infrastruktur

 

Nachdem sich diese Lösung rasch bewährt hatte und die HPE 3PAR Speicher sowohl bei Stabilität und Verfügbarkeit als auch in puncto Performance klare Fortschritte erbrachten, entschied sich das IT-Team um Dieter Padberg dazu, das skalierbare On-Premise-Modell gemeinsam mit Hansen & Gieraths auch auf den Bereich der Computing-Server auszudehnen. Die Wahl fiel auf die Composable-Infrastructure-Lösung HPE Synergy. Sie besteht aus einem oder mehreren Frames, die mit Anschlüssen für Strom und Netzwerk (inklusive optionaler Aufteilung in LAN und SAN) ausgestattet sind und bedarfsgerecht mit Bladerserver-Modulen bestückt werden können. Analog zur Storage-Lösung umfasst das HPE GreenLake Flex Capacity Modell hier die Bereitstellung von Frame- und Server-Hardware (einschließlich Kapazitätspuffer) sowie von Softwarelösungen und Services; die Abrechnung erfolgt ebenfalls im Monatsturnus anhand der tatsächlichen Kapazitätsnutzung. Dauerhafte Erweiterungen der Computing-Kapazitäten lassen sich durch zusätzliche Blades umsetzen, die kurzfristig geordert und rasch und unkompliziert in den Frames verbaut werden können.

 

Großer Vorteil der HPE Synergy Infrastruktur ist neben ihrer hohen Flexibilität die Option einer extrem schnellen Serverkonfiguration. Die Schüsselrolle kommt hierbei der in HPE Synergy integrierten Managementsoftware HPE OneView zu. Sie ermöglicht es, vordefinierte Templates automatisch auf die neuen Compute Nodes auszurollen und so beispielsweise die Grundeinstellungen bestehender Server einfach auf neue Blade-Einheiten zu übertragen. Im UKB wird diese Option dazu genutzt, um mit dem Server-Betriebssystem auch gleich die Cluster der virtuellen Maschinen aufzusetzen, welche die komplette Computing-Umgebung des UKB-Rechenzentrums prägen. Dadurch lassen sich Konfigurationsvorgänge, die früher sehr viel Zeit in Anspruch nahmen, innerhalb von nur zwei bis drei Stunden abschließen. Darüber hinaus ermöglicht HPE OneView auch die softwaregesteuerte Ausgestaltung der virtualisierten Serverumgebung durch die flexible Kombination vorhandener Kapazitäten (Composable Infrastructure). Padberg und sein Team entschieden sich jedoch, diese Aufgabe auch weiterhin mit der vertrauten VMware-Virtualisierungssoftware zu lösen.

 

Durchweg positive Rückmeldungen aus der Praxis

 

Mit den flexiblen On-Demand-Modellen für Storage und Computing hat das UKB seine IT-Infrastruktur auf eine neue Basis gestellt und die Voraussetzungen für eine zuverlässige und budgetschonende Deckung des Bedarfs an Rechen- und Speicherkapazität geschaffen. Bei beiden Infrastrukturprojekten steuerte Hansen & Gieraths alle Umsetzungsschritte – von der Lösungsfindung über Konzeption und Dimensionierung bis hin zum Dialog mit HPE sowie der Installation und Inbetriebnahme. Verschiedenste Rückmeldungen aus der Praxis in Kliniken und Forschungsinstituten haben bereits gezeigt, dass Strategie und Umsetzung erfolgreich waren und die Zufriedenheit mit der IT des Campus nachhaltig erhöhen konnten. Nicht zuletzt werden dank der Umstellung auf ein On-Demand-Modell auch die Personalkapazitäten des IT-Teams nicht mehr über Gebühr durch langwierige Beschaffungsprozesse gebunden.


„Um neue Server bereitzustellen, mussten wir früher einen Prozess in Kauf nehmen, der Wochen bis Monate dauerte. Diesen langen Beschaffungsweg haben wir enorm verkürzt. Wir machen heute keine Ausschreibungen mehr und führen Change Requests jederzeit zu transparenten Kosten durch. Wir können dadurch mit demselben Personal viel mehr Aufgaben bewältigen als früher."

Dieter Padberg, CIO, Universitätsklinikum Bonn

Die Lösung im Überblick

Grundkonzept

  • Bereitstellung einer innovativen Composable-Infrastructure-Lösung auf Basis eines skalierbaren On-Premise-Modells mit nutzungsbezogener Abrechnung
  • Schnelle Erweiterungen der Rechenkapazität durch Pufferlösungen sowie verkürzte Beschaffungs- und Inbetriebnahmeprozesse
  • Unterstützung einer Zentralisierung der IT und Vermeidung von Schatten-IT

 

Produkte und Abrechnungsmodell

  • Composable Infrastructrure HPE Synergy, bestehend aus Frames und Bladeserver-Modulen sowie mit integrierter HPE OneView Managementsoftware
  • Nutzungs- und Abrechnungsmodell HPE GreenLake Flex Capacity (On-Demand-Bereitstellung von Hardware, Software und Service)
  • Schon 2016: HPE 3PAR StoreServ All-Flash-Datenspeichersystem auf Basis des identischen Nutzungs- und Abrechnungsmodells

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