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Praxis

Composable Infrastructure

Plattform der dritten Art: HPE Synergy

Traditionelle IT-Strukturen stoßen in Zeiten von Cloud-Computing, sozialen Netzwerken, Big Data und Mobilität an ihre Grenzen. Die sogenannte „dritte Plattform" soll der neuen Generation von Geschäftsmodellen mit agilen und flexiblen Systemen Rechnung tragen. HPE setzt dabei auf das Konzept der Composable Infrastructure. An die Stelle fester Silo-Strukturen treten fließende Ressourcenpools, aus denen über eine zentrale Schnittstelle in kurzer Zeit beliebige Strukturen nach Bedarf bereitgestellt werden können.

Was ist die "dritte Plattform"?

Was ist Composable Infrastructure?

Das Konzept der HPE Synergy-Plattform

So funktioniert HPE Synergy

Was ist die "dritte Plattform"?

Nach der längst vergangenen Zeit der „ersten Plattform", der Mainframe-Technologie, gehört die überwiegende Zahl der heutigen IT-Landschaften zur sogenannten „zweiten Plattform". Sie ist auf die Unterstützung von Desktops ausgerichtet und durch Client-Server-Umgebungen geprägt. Dem durch Cloud-Computing, Nutzung sozialer Netzwerke und mobiler Endgeräte sowie Big Data entstehenden Bedarf an Flexibilität und Geschwindigkeit werden Architekturen der „zweiten Plattform" nicht mehr gerecht.

Die „dritte Plattform" bezeichnet den Wandel weg vom klassischen Rechenzentrum hin zu flexiblen IT-Infrastrukturen. Systeme der „dritten Plattform" sind die Antwort auf die Entwicklung der betrieblichen Informatik von klassischen Anwendungen hin zu mobilen Apps und dem Druck, den die Einbindung von Consumer-Endgeräten in die betriebliche IT ausübt. Diese Architekturen basieren auf einer Kombination von Cloud-Computing-Services, sozialen Netzwerkmechanismen, modernen mobilen Netzwerken und zentralen unternehmenseigenen IT-Infrastrukturen.

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Was ist Composable Infrastructure?

Um eine genaue Definition, was im Detail unter Composable Infrastructure zu verstehen ist, wird noch gerungen. Um die Idee hinter der Architektur zu verstehen, hilft die Definition, die Margaret Rouse auf Whatls.com veröffentlicht hat:

„Als Composable Infrastructure (aus dem Englischen „to compose", „zusammenstellen") wird IT-lnfrastruktur bezeichnet, deren physische Compute-, Storage- und Netzwerk-Ressourcen als Service behandelt werden. Die einzelnen  Infrastrukturkomponenten werden dabei logisch gepoolt, wodurch Administratoren die Hardware nicht mehr physisch konfigurieren müssen, um eine bestimmte Applikation zu unterstützen. Stattdessen definiert der Entwickler einer Software deren Anforderungen an die physische Infrastruktur mit Hilfe von Richtlinien und Dienstprofilen, woraufhin die Software die vorausgesetzten Dienste mit Hilfe einer Programmierschnittstelle (Application Programming Interface, API) abruft und die benötigte Infrastruktur als virtuelle Maschine (VM), Container oder BareMetal bereitstellt."

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Das Konzept der HPE Synergy

Um die neue Architektur der Synergy-Plattform und die Ambitionen von HP Enterprise einordnen zu können, muss man den Unterschied zwischen traditionellen und neue IT-Infrastrukturen verstehen: Traditionelle IT-Infrastrukturen der „zweiten Plattform" sind auf Stabilität und Kostenkontrolle ausgerichtet. Heutige Geschäftsmodelle verlangen allerdings neue Anwendungen und Services, für deren Bereitstellung vor allem Agilität und Schnelligkeit gefordert sind. Die Ansprüche in diesen Bereichen ändern sich so schnell, dass die kontinuierliche, zeitnahe Anpassung der IT in einer klassischen Architektur aufgrund der Kosten und des zeitlichen Aufwands nicht möglich ist. Die Folge: Traditionelle Infrastrukturen sind häufig überdimensioniert oder können die neuen Anforderungen der Geschäftsprozesse nur unzureichend abbilden. Sie werden so zu Bremsklötzen im Wettbewerb.

Mit seiner Plattform Synergy bietet HPE eine Infrastruktur an, die vollständig auf dem Prinzip der Zusammensetzbarkeit basiert. Die Composable Infrastructure soll Unternehmen in die Lage versetzen, den Spagat zwischen den Anforderungen klassischer IT-Systeme und neuer, applikationsgetriebener Technologien zu meistern. Auf der einen Seite stehen dabei Forderungen nach Stabilität und Effizienz, auf der anderen nach Geschwindigkeit und Agilität.

Diesen gegensätzlichen Ansprüchen begegnet die HPE Synergy-Plattform mit fließenden Ressourcenpools von Rechen-, Speicher- und Fabric-Komponenten. Sie ermöglichen ein Nutzungsmodell, bei dem Hard- und Software in einem System verbunden sind. Über eine zentrale Schnittstelle können die Ressourcen ganz nach Bedarf zu individuellen IT-Strukturen zusammengesetzt werden. Ändern sich die Anforderungen, lässt sich mit Hilfe einer softwaredefinierten Managementoberfläche in kurzer Zeit eine entsprechende Anpassung der Komponenten vornehmen. Workload-Vorlagen erleichtern und beschleunigen dabei die Konfiguration. Nicht benötigte Ressourcen stehen im Pool für andere Anwendungen zur Verfügung.

Aus einer hardwaredefinierten, starren IT-Umgebung soll so eine Plattform zur kontinuierlichen Service und Anwendungsbereitstellung werden.

Die Composable Infrastructure der HPE Synergy-Plattform stellt den derzeitigen Endpunkt einer konsequent weitergedachten Converged bzw. Hyper-Converged Infrastructure dar. Diese Zwischenschritte bilden gleichsam die Trittleiter für Kunden in die Composable Infrastructure, denn Produkte wie das IT-Infrastrukturmanagement-Tool HPE OneView, das HPE BladeSystem/ConvergedSystem mit HPE 3PAR und HPE ProLiant mit HPE StoreVirtual VSA sind Bausteine einer Converged Infrastructure, die auch mit HPE Synergy weiterverwendet werden können.

Wem der Umstieg auf HPE Synergy noch zu radikal ist, kann so beim jetzigen Ausbau seiner Infrastruktur die Weichen für die Zukunft stellen und seine Investitionen schützen.

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So funktioniert HPE Synergy

Architektur ohne TOR-Switches (Top of Rack)

Das verteilte, Rack-basierte Design von HPE Synergy Composable Fabric nutzt eine intelligente Master-Satelliten-Architektur, um Netzwerkverbindungen im Rechenzentrum zu konsolidieren, die Hardware- und Managementkomplexität zu verringern und die Netzwerkbandbreite über mehrere Gehäuse (sogenannte „Frames") hinweg zu skalieren. Das Master-Modul umfasst intelligente Netzwerkfunktionen, die Konnektivität für Satelliten-Frames zur Verfügung stellen. Dadurch ist kein TOR-Switch erforderlich, was Kosten spart. Die Reduzierung der Komponenten vereinfacht nicht nur das Fabric-Management, sondern optimiert auch knappe Netzwerkressourcen und belegt weniger Anschlüsse auf der Aggregationsschicht des Rechenzentrums.

Alle Daten speichern

Der HPE Synergy Composable Storage ist vollständig in den Frame integriert. Jedes Speichermodul ist mit 40 Laufwerken ausgestattet und HPE Synergy Composer kann bis zu 200 Speicherlaufwerke in einer Zone für ein Rechenmodul bereitstellen.

Für DAS-zentrierte Workloads ermöglicht das blockierungsfreie SAS-Fabric die vollständige Nutzung der Flash-Speicher-Leistung für lokale Anwendungen. Die physisch eingebetteten Managementfunktionen erstellen eine vollständig verbundene softwaredefinierte Infrastruktur, in der über eine einzige programmierbare Schnittstelle Speicher-, Rechen- und Fabric-Ressourcen zusammengesetzt werden können.

Für größere Unternehmensanwendungen, die für Tier-I-Service-LeveIs erforderlich sind, stellt die FlatSAN-Technologie von HPE eine direkte Verbindung von HPE Synergy zu HPE 3PAR StoreServ Flash-Arrays zur Verfügung. Diese Verbindung unterstützt sowohl Block- als auch Dateianwendungen mit einer Verfügbarkeit von 99,9999 % und bietet bis zu 60 PB sowie 10 Mio. IOPs in einem einzigen Verbundspeicherpool. Dank dieser Flexibilität können alle Daten - unabhängig davon, ob sie aus traditionellen Anwendungen oder aus Anwendungen für den New Style of Business stammen - in Repositorys für Datei-, Block- oder Objektdaten gespeichert werden, die direkt mit Workloads und Anwendungen verbunden sind.

Composer

HPE Synergy Composer ist eine einzige Schnittstelle, die logische Infrastrukturen präzise und extrem schnell in beliebigen Kombinationen zusammensetzt. Durch Erhöhung der Ressourcenauslastung kann die IT die Bereitstellung von Überkapazitäten oder isolierten, nicht nutzbaren Ressourcen vermeiden und sicherstellen, dass den Anwendungen die jeweils erforderlichen Ressourcen zur Verfügung stehen. Mit HPE Synergy Composer können IT Abteilungen zudem - in nur einem Schritt und mit einer einzigen Schnittstelle — Infrastrukturen für traditionelle, virtualisierte und Cloud-Umgebungen in wenigen Minuten implementieren, überwachen und aktualisieren. Ressourcen lassen sich ohne Serviceunterbrechungen aktualisieren, anpassen und erneut bereitstellen. Auf Workloads basierende Vorlagen definieren, wie die Infrastruktur funktionieren muss, und die interne softwaredefinierte Intelligenz implementiert Änderungen programmgesteuert.

Image Streamer

Zur Beschleunigung der Workload-lmplementierung nutzt HPE Synergy einen Image Streamer, d.h. ein Repository mit bootbaren Images, die innerhalb von Sekunden an zahlreiche Rechenmodule gestreamt werden können. Dank dieser Funktion kann HPE Synergy die Infrastruktur deutlich schneller einrichten und aktualisieren als der traditionelle, sequenzielle Prozess der Einrichtung von Rechenmodulen (phy sische Bereitstellung gefolgt von der Installation des Betriebssystems oder Hypervisors). Das ist besonders für Web-Scale-lmplementierungen ideal, bei denen die IT eine Betriebsumgebung für eine große Anzahl an Infrastrukturblöcken bereitstellen muss.

Reibungslose Änderungen

Heute ist das Change-Management ein „Ereignis", für dessen Erfolg die IT planen, Vorbereitungen treffen und beten muss. Die IT muss den gesamten Stack (Firmware, Treiber etc.) durch manuelle Prozesse schützen und aktualisieren. Für einen vollständigen HPE Synergy Frame und jede darin enthaltene Komponente kann die Aktualisierung der Firmware von einem einzigen Administrator ohne Betriebsunterbrechung ausgeführt werden. Die Firmware und die Treiber des Rechenmoduls werden zwischengespeichert und können in einem späteren Wartungsfenster für die Anwendung aktiviert werden. Damit sind keine zusätzlichen Ausfallzeiten mehr notwendig.

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